a lovely thing with broken mind

 

 

 

Es war ein mal ein kleines Stinktier.
Geboren im grauen Osten, in der Nähe eines Pfostens, fristete es sein Leben tagein, tagaus; war manchmal fröhlich, aber meistens eher nicht.

 

Es begab sich, dass wenige Jahre später ein anderes Stinktier das Licht dieser Welt erblickte. Völlig sesshaft war es nicht, führte jedoch immer einen losen Faden mit sich.

 

.Der Zufall oder das Schicksal wollte es, dass diese beiden Stinktiere sich für den gleichen gemeinhin bekannten Jüngling begeisterten. Verzweifelt, da dieser außerhalb ihrer Reichweite war, schlossen sie sich einer interaktiven Selbsthilfegruppe an.
Und sie teilten noch einige weitere Leiden und Leidenschaften, was sie schließlich zusammenbrachte.

Sie schlugen sich gemeinsam Nächte um die Ohren, gründeten ihre eigene Religion, dachten sich illustre Geschichten aus..

                        .. bis sie eines Tages auf die Idee kamen, sich tatsächlich kennenlernen zu wollen.

 

Das jüngere Stinktier manipulierte also – unter hilfreicher Anweisung ihres älteren Exemplars - ihre Stinktiermama und ihren Stinktierpapa so, dass diese sich nichts chöneres vorstellen konnten als ihr kleines Stinktierkind in sein Verderben zu geleiten.

Das ältere Stinktier unterdessen war damit beschäftigt, die Staubhaufen und Schimmelflecken, die sich in ihrem Lebensraum entwickelt hatten, verschwinden zu lassen.

 

 

So wurden die beiden einsamen Stinktiere nach 13 bis 16 einsamen Jahren endlich vereinigt. Die beiden Schönheiten waren sehr entzückt voneinander, ließen sich jedoch nicht von den guten Ratschlägen dazu verleiten, sich zu benehmen oder auf ihre Gesundheit zu achten.
Schnell war eine weitere Gemeinsamkeit entdeckt.

Sie wurden zu Erkie und Steffie und begannen, sich zu säckeln und Geräusche, wie der Bruder des älteren Stinktieres Steffi sie täglich bei seiner Arbeit im Behindertenheim hören konnte, von sich zu geben. Sehr zur Freude ihrer Mitmenschen, besonders den Fans ihrer Musik, die sie häufig im Bus begleiteten.

 

Aufgrund einer flüchtigen Begegnung und der Hoffnung, diese möge sich wiederholen, saßen sie von jenem Moment an beharrlich Tag für Tag wieder an der selben Stelle.

Es mochte auf andere eventuell merkwürdig oder gar bemitleidenswert wirken, doch unsere beiden Stinktiere amüsierten sich köstlich, als sie sich beispielsweise Ahoi-Brause durch die Nase zogen oder lauthals ihre gemeinsamen Lieblingslieder  gröhlten.

Sie gaben beinahe die Hoffnung auf, besonders als die Stinktiereltern ungefragt veranlassten, die jüngere Erkie verfrüht nach Hause zu bringen.
Dieses Übel, das der Apokalypse gleich kam, konnten die Beiden jedoch mit vereinter Zickenpower wieder abwenden. Es war jedoch verdammt knapp geworden.

 

Es stellte sich bald heraus, dass diese Strapazen sich gelohnt hatten: Das, worauf sie beinahe eine ganze Woche gewartet hatten, trat endlich ein.
Sie trafen ein Paar Steffies alter Bekannter,  von denen einer eine ganz besondere Duftnote für sie hatte.

Erkie hingegen schien nur die Riechkolben Anderer zu begeistern.
Doch wie das bei vom großen Stunk füreinander bestimmten Stinktieren so üblich ist, freute sie sich einfach nur für die Mifigere, die ihrerseits sehr glücklich war.

Denn auch sie schien endlich den passenden Duft erlangt zu haben.
Bereitwillig ließen sie sich mit ominösen Substanzen füllen, die eine sonderbare Wirkung auf sie hatten und verbrachten die Nacht neben dem Mülleimer einer Tankstelle.

 

Trotz dieser positiven Wendung war der Trennungsschmerz groß. Was sich einmal gefunden hat, soll man nicht trennen – dennoch geschah es so.

Fortuna meinte es gut mit unseren beiden Stinktieren und dies ist nicht das Ende dieses zauberhaften Märchens…  – dranbleiben!


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